Fachpersonen präsentieren beim «Wissen zum Zmittag» Gehirnfutter zum Thema Erben - mit anschliessender Diskussion. Heute mit Entwicklungspsychologin Regula Neuenschwander.
Seit Jahrzehnten diskutieren Wissenschaftler:innen, was den grösseren Einfluss auf die kindliche Entwicklung hat: Das Erbgut, das dem Kind von seinen Eltern in die Wiege gelegt wird, oder die Umwelt, in die es hineingeboren wird? Klar ist: Beide Faktoren sind untrennbar miteinander verbunden. Die genetische Ausstattung eines Kindes legt die Grundlage, aber wie sich diese Gene entfalten, wird massgeblich von Umwelteinflüssen bestimmt. Dieses komplexe Zusammenspiel beginnt bereits im Mutterleib, begleitet uns ein Leben lang und wirft immer wieder neue Fragen auf. Was braucht es für ein gelungenes Zusammenspiel, damit die individuelle Entfaltung von Potentialen optimal unterstützt wird? Was können wir tun, wenn sich ungünstige Wechselwirkungen zwischen vererbten Anfälligkeiten und äusseren Risikofaktoren aufschaukeln?
Regula Neuenschwander ist Entwicklungspsychologin an der Universität Bern. Ihre Forschungsinteressen umfassen die psychobiologische Entwicklung von Kindern und insbesondere die Entwicklung der Selbstregulation.
Das Mittagessen darf mitgebracht werden (Mikrowellen stehen zur Verfügung) oder in der Cafébar bezogen werden. Es gibt ein kleines vegetarisches Zmittag oder verschiedene Snacks.
Eintritt frei. Anmeldung erforderlich.
Plätze können auch am Empfang des Berner Generationenhaus oder per Telefon 031 328 87 00 reserviert werden.
Weitere «Wissen zum Zmittag»:
- 15. Januar 2025: Wie ist die Erbsumme in der Schweiz verteilt? Mit Ben Jann, Soziologe
- 19. Februar 2025: Was sollten wir über das Erbrecht wissen? Mit Simone Mülchi, Notarin und Rechtsanwältin
- 13. März 2025: Wie können Erfahrungen früherer Generationen unser Leben prägen? Mit Irene Adrian-Kalchhauser, Molekularbiologin
- 1. April 2025: Wie viel Kontrolle über unser Erbgut ist ethisch vertretbar? Mit Christian Budnik, Philosoph

Themenfokus HILFE, ICH ERBE!
Die Nase vom Vater, den Humor von der Mutter, den Namen vom Grossvater, die Traditionen von den Vorfahr:innen: Wir alle erben. Ein Erbe kann Segen und Fluch sein, Privileg und Last - ganz gleich, ob es sich um Geld, Gene oder Glaubenssätze handelt. Höchste Zeit, dass wir darüber sprechen: Was macht das Erbe mit uns? Und viel wichtiger: Was machen wir mit unserem Erbe? Die Ausstellung HILFE, ICH ERBE! und ein vielfältiges Programm laden dazu ein, Altbewährtes zu hinterfragen und neue Ideen zu sammeln für den Umgang mit den eigenen Wurzeln.
Berner Generationenhaus
Bahnhofplatz 2
3011 Bern