Im Innenhof des Berner Generationenhaus entsteht ein Denkmal, das bis ins Jahr 2051 an die Rechte und Bedürfnisse zukünftiger Generationen erinnern soll. Wie soll es aussehen? Die Bevölkerung ist eingeladen, auf der Website www.generation-zukunft.ch eigene Ideen einzugeben. Vom kühnen Luftschloss bis zum pfannenfertigen Konzept sind alle Eingaben willkommen. 

Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2021. In einem Online-Voting werden Anfang November 2021 die drei besten Ideen ermittelt und mit je 1000 Franken prämiert. Eine Jury wählt das Projekt, welches im Innenhof des Berner Generationenhaus als Denkmal bis 2051 realisiert wird. 

Ein Projekt mit 30-jähriger Laufzeit 

Mit dem Wettbewerb will das Berner Generationenhaus einen öffentlichen Dialog über Generationengerechtigkeit und eine enkeltaugliche Zukunft anstossen. Das Projekt hat eine Laufdauer von 30 Jahren. 

  • November 2021 - Mai 2022: Denkraum für zukünftige Generationen
    Eine begehbare Installation im Innenhof es Berner Generationenhaus nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine gedankliche Reise in die Zukunft. Am Ende notiert eine Roboterhand ihre Wünsche und Versprechen für zukünftige Generationen. 
     
  • 1. Juni 2022: Einweihung «Denkmal für zukünftige Generationen» 
    Die Papierrolle mit den Wünschen und Versprechen wird im Innenhof des Berner Generationenhaus vergraben. Darauf wird ein «Denkmal für zukünftige Generationen» mit einer Laufzeit bis 2051 errichtet. 
     
  • 1. Juni 2051: Ausgrabung der Papierrolle
    Die Papierrolle aus dem Jahr 2021/22 wird ausgegraben und in einer feierlichen Zeremonie präsentiert. Zugleich wird über die Weiterführung des Denkmals und die Erneuerung des Generationenversprechens um weitere 30 Jahre entschieden. 


Eine Debatte aus aktuellem Anlass

Die Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen den Generationen sind vielfältig und grundlegend für den Fortbestand einer Gesellschaft. Das Verhältnis der Generationen wird aber immer wieder auf die Probe gestellt, etwa durch die Coronakrise, den Klimawandel, die demografische Alterung, die Digitalisierung oder die Zukunft der Altersvorsorge.

Wie können wir gesellschaftliche Rahmenbedingungen schaffen, die gegenwärtigen Generationen dient, ohne künftigen Generationen die Lebensgrundlage zu entziehen? Was schulden wir kommenden Generationen? Wie sieht ein zukunftsfähiger Generationenvertrag aus? Die Aktion «Denkmal 2051» gibt diesen Fragen einen Platz und lädt das Publikum ein zur Auseinandersetzung. Das Veranstaltungsprogramm wird im Oktober 2021 bekannt gegeben.

«Wenn wir wirklich wichtige Entscheidungen treffen, sollten wir nicht nur fragen, was sie uns heute bringen, sondern was sie für unsere Kinder, unsere Enkelkinder und deren Kinder und Enkelkinder in Zukunft bedeuten werden.»

Elinor Ostrom, Nobelpreisträgerin für Wirtschaftswissenschaften

«Dauerhafte Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.»

Brundtland-Bericht «Our Common Future», 1987

«Die Menschheit hat die Zukunft kolonialisiert. Wir behandeln sie als einen unbewohnten Ort, über den wir frei verfügen können. Und die Tragödie ist: Zukünftige Generationen haben keine Stimme, sie können das Erbe, das wir ihnen überlassen, nicht beeinflussen.»

Roman Krznaric, Philosoph und Autor «The Good Ancestor»

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