«Denkmal 2051» lädt ein zur Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen und Wünschen zukünftiger, noch nicht geborener Generationen. Und will damit einen langfristigen Dialog über Generationengerechtigkeit und Generationensolidarität lancieren.

Was wollen wir zukünftigen Generationen hinterlassen? Wie sieht eine lebenswerte Zukunft aus? Was können wir im Hier und Jetzt für das Wohl zukünftiger Generationen tun? Diese Fragen stehen im Zentrum des über 30 Jahre dauernden Projekts im Berner Generationenhaus.

Über 3000 Botschaften für die Zukunft gesammelt
Den Auftakt zum Projekt «Denkmal 2051» machte ein Rundgang im Innenhof des Berner Generationenhaus. Dieser nahm das Publikum mit auf eine gedankliche Reise vom Urknall bis in ein wünschbares Jahr 2051. Am Ende der Ausstellung waren die Besucher:innen eingeladen, ihre persönlichen Wünsche und Versprechen für zukünftige Generationen abzugeben. Eine Roboterhand hielt diese in der Schrift «Futura» auf einer Papierrolle fest. Die Papierrolle mit den über 3’000 Wünschen und Versprechen wurde im Innenhof des Berner Generationenhaus vergraben. Am 1. Juni 2051 werden die Botschaften von der nächsten Generation ausgegraben und in einer Zeremonie vorgelesen.

Tag für zukünftige Generationen am 1. Juni
Bis dahin erinnert der «Tag für zukünftige Generationen» jeweils am 1. Juni zur Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen und Wünschen zukünftiger, noch nicht geborener Generationen. Für den 1. Juni gibt es kein fixes Drehbuch. Es ist an der jeweiligen Generation, diesen «Tag für zukünftige Generationen» bis ins Jahr 2051 entsprechend zu gestalten. Im Zentrum der Ausgabe im Jahr 2023 standen acht Menschen, die mit jeweils zehnminütigen Reden das Publikum inspirieren und zum Nachdenken bringen. Die Veranstaltung richtete sich an ein breites Publikum und fand zur Mittagszeit im Innenhof des Berner Generationenhaus statt.

Ideenwettbewerb «Denkmal für zukünftige Generationen»
Im Rahmen eines Ideen-Wettbewerbs wurden 2021/22 Ideen gesammelt für ein «Denkmal für zukünftige Generationen», das an der Stelle, an der die Papierrolle mit den Wünschen im Innenhof vergraben ist, an das Projekt erinnern soll. Die 36 Ideen, die beim Wettbewerb eingereicht wurden, haben eine anregende Debatte in Gang gesetzt darüber, was ein Denkmal für zukünftige Generationen leisten soll. Die zwölfköpfige Jury hat sich schliesslich für die Auszeichnung von zwei Ideen entschieden: «Anhaltend» von Remo Wiegand und Benjamin Heller sowie «Satellit» von Jan Zappe. Im Dialog mit Kommission, Team Berner Generationenhaus und Ideengeber:innen zeigte sich, dass die gekürten Denkmal-Ideen nicht realisiert werden konnten. Eine Gusseisenplatte mit einer Einladung für die Ausgrabung der Papierrollen am 1. Juni 2051 in der Schrift «Futura» erinnert ab 1. Juni 2023 im Innenhof des Berner Generationenhaus an die Stelle, wo die Zeitkapsel vergraben ist.