Fachpersonen präsentieren beim «Wissen zum Zmittag» Gehirnfutter zum Thema Stress - mit anschliessender Diskussion. Heute mit Patrick Kury, Professor für Geschichte an der Universität Luzern.
Viele Menschen haben das Gefühl, sich abzustrampeln und trotzdem nicht mehr mitzukommen. Alles scheint gleichzeitig und rasend schnell zu passieren und Überforderung, Stress und Burnout sind in der heutigen Welt allgegenwärtig.
Leben wir im Zeitalter der Beschleunigung? Wie hat sich das Verständnis von Stress im Lauf der Geschichte verändert? Und weshalb wird der Mensch gerade heute besonders oft als überfordert beschrieben?
Historiker Patrick Kury hat die Geschichte des Stresses untersucht und ist dabei auf die Diagnose «Neurasthenie» (Nervenschwäche) gestossen, die in den 1880er-Jahren als Zivilisationskrankheit galt. Erst später, um den 2. Weltkrieg herum, wurde der Begriff Stress entscheidend geprägt. Jede Epoche, so Kury, hat Stress anders verstanden und bewertet.
Patrick Kury ist Professor für Geschichte an der Universität Luzern. Er beschäftigt sich vor allem mit moderner Geschichte – etwa mit Stress, Gesundheit und Migration. Sein Buch «Der überforderte Mensch: Eine Wissensgeschichte vom Stress zum Burnout» (2013) erzählt, wie Stress zum zentralen Thema unserer Zeit wurde.
Das Mittagessen darf mitgebracht werden (Mikrowellen stehen zur Verfügung) oder in der Cafébar bezogen werden. Es gibt ein kleines vegetarisches Zmittag oder verschiedene Snacks.
Eintritt frei (Kollekte). Anmeldung erforderlich.
Plätze können auch am Empfang des Berner Generationenhaus oder per Telefon 031 328 87 00 reserviert werden.

Stress entsteht, wenn wir dazugehören wollen, wenn wir uns vergleichen, bewertet fühlen oder uns Sorgen um die Zukunft machen. Er begegnet uns in Familien, Freundschaften, Schulklassen und Arbeitsteams – und überall dort, wo uns Beziehungen wichtig sind. Stress. Eine Ausstellung, die Mut macht und vielfältige Veranstaltungen laden dazu ein, die eigene Beziehung zu Stress zu hinterfragen und die Kraft der Gemeinschaft zu entdecken. www.begh.ch/stress
Berner Generationenhaus
Bahnhofplatz 2
3011 Bern