A tavola! Zwischen Vorspeise und Dessert servieren wir frische Ideen zum Kennenlernen, Verlieben, Zusammenbleiben oder Trennen.
Bei Tavolare kommen Menschen unterschiedlichen Alters an einen Tisch: Im Zentrum stehen die Begegnung und der Austausch von Wissen, Ideen und Erfahrungen – beim gemeinsamen Essen. Bei jedem der vier Gänge begegnen die Gäste Expert:innen rund um Liebe, Freundschaft und Familie oder Menschen, die ihre persönlichen Erfahrungen teilen:
- Rahel Perrot wusste eigentlich schon immer, dass sie keine Kinder will. Sie hatte nur lange nicht den Mut, das laut auszusprechen. Noch immer scheint das Nein auf die Frage, ob frau Kinder habe oder wolle, erklärungsbedürftig. Aber wieso genügt ein Nein nicht? Und wieso fällt es vielen Menschen so schwer, sich ein erfüllendes Leben ohne Kinder vorzustellen? An diesem Abend erzählt sie von ihrem persönlichen Weg und spricht über gesellschaftliche Erwartungen, Selbstbestimmung und die Freiheit, den eigenen Lebensentwurf zu wählen.
Wie bleiben wir nach einer Trennung noch eine Familie? Sind wir überhaupt getrennt, wenn wir das Leben und die Zukunft noch immer zusammen gestalten? Wieviel Platz bleibt für andere Menschen in diesem System? Mit solchen Fragen beschäftigt sich Joëlle Rüthemann gerne und oft. Seit 13 Jahren ist sie mit Simone unterwegs – irgendwo zwischen Liebesbeziehung, Freundschaft, Elternschaft und Familie. Definitionen benutzt sie jedoch am liebsten keine, weil sie lieber mit dem geht, was sich verändert, als an Begriffen festzuhalten.
- Sylvia Locher ist Single. Früher musste sie sich oft für ihr Single-Sein rechtfertigen. Heute stellt sie fest, dass diese Lebensform insbesondere bei älteren Personen zunehmend akzeptiert ist. Seit 1995 engagiert sie sich im Verein «Pro Single Schweiz». Als dessen Präsidentin setzt sie sich dafür ein, die Interessen von Alleinlebenden politisch stärker zu verankern und bekämpft bestehende Ungleichheiten vehement. An der Tavolare spricht sie darüber, wie sich das Leben als Single verändert hat und weshalb Alleinleben noch immer mit Vorurteilen verbunden ist.
- Liebe verbindet – doch was passiert, wenn Menschen die Welt auf unterschiedliche Weise wahrnehmen und verarbeiten? Chiara Marti ist klinische Sexologin und Dramatherapeutin. In ihrer Arbeit begegnet sie immer wieder der Frage, wie Neurodivergenz Intimität und Beziehungen beeinflusst. Dabei begleitet sie Menschen darin, ihr eigenes Erleben besser zu verstehen und Beziehungen bewusst und selbstbestimmt zu gestalten. Am 3. Juli spricht sie darüber, welche Herausforderungen unterschiedliche Wahrnehmungs- und Kommunikationsweisen mit sich bringen und was Beziehungen gelingen lässt.
- Aus einer langjährigen Freund:innenschaft entstand für Laura und Rebecca eine Beziehung, die weit darüber hinausgeht. Heute leben sie in einem Beziehungsnetz mit mehreren wichtigen Beziehungspersonen. Dabei geht es ihnen weniger um Bezeichnungen als um eine gemeinsame Auseinandersetzung damit, welche Form von Nähe, Verbindlichkeit und Zukunft für die beteiligten Menschen stimmig ist. An diesem Abend erzählen sie von ihrem Weg und sprechen darüber, wie Beziehungen bewusst gestaltet werden können und weshalb es sich lohnt, gewohnte Vorstellungen von Partner:innenschaft zu hinterfragen.
- Was braucht es für eine glückliche und lebendige Beziehung? Sandra Figlioli-Hofstetter ist Psychotherapeutin und Yogalehrerin. Patrick Figlioli ist Psychotherapeut und Dozent an der PHBern. Gemeinsam gehen sie dieser Frage nicht nur beruflich, sondern auch als Ehepaar nach. Am 3. Juli geben sie Einblicke in ihr Konzept des «Achtsamen Paarlebens» und erzählen von ihren Erfahrungen damit, Partnerschaft und gemeinsame Arbeit miteinander zu verbinden.
- Wer bekommt Aufmerksamkeit? Wer fühlt sich gesehen – und wer kommt zu kurz? Eifersucht zeigt sich in Familien in unterschiedlichen Konstellationen: zwischen Geschwistern, Eltern, Ex-Partner:innen oder neuen Bezugspersonen. Stephan Strauss begegnet solchen Fragen regelmässig in seiner Arbeit im Eltern Walk-in von SORA. Der Sozialpädagoge, Mediator und Lachyoga-Leiter gibt Einblicke in seinen Beratungsalltag und spricht darüber, welche Bedürfnisse hinter Eifersucht stehen können und wie Familien einen konstruktiven Umgang damit finden.
Essen & Trinken
Ab 19.00 ist die Türe offen und es gibt einen Welcome Drink. Circa um 19.30 wird der erste Gang serviert.
Das Menü ist vegan. Wer glutenfrei essen möchte, meldet sich bitte bis spätestens 26. Juni beim Team der Cafébar mit einem Mail an cafebar@begh.ch. Weitere Essenswünsche können leider nicht berücksichtigt werden.
Bild: Simon Boschi/Berner Generationenhaus
Berner Generationenhaus
Bahnhofplatz 2
3011 Bern
Tickets
Ein Ticket ist erforderlich. Es gibt Tickets für CHF 40.- / 55.- / 70.-. Jede Person entscheidet selbst, wie viel sie bezahlen kann. Im Preis inbegriffen ist ein Menü mit vier Gängen, die Getränke werden separat bezahlt.
Plätze können auch am Empfang des Berner Generationenhaus oder per Telefon 031 328 87 00 reserviert werden.