«Die neue Situation hat nicht nur im Betrieb, sondern auch in der Berufsschule einiges verändert. Wir haben Online-Unterricht, was für die Lehrpersonen und uns eine grosse Umstellung bedeutet. Es ist nicht einfach, den ganzen Stoff so mitzubekommen, wie das in der Schule der Fall ist. Es muss alles neu organisiert werden und man muss einen gewissen Rhythmus im Alltag finden. 

Im Berner Generationenhaus ist es sehr ruhig geworden im Vergleich zur Zeit vor dem Corona-Virus. Im Moment vermisse ich den Kundenkontakt und den Kontakt mit den anderen Mitarbeitern aus dem Betrieb sehr. 

Fast wöchentlich gibt es neue Weisungen des Bundesrates und diese sind immer strenger geworden. Wir haben keine Gäste mehr und kaum noch Personal im Haus. Ich habe deshalb nicht mehr viel zu tun. So kann ich meine Lern- und Leistungsdokumentationen und mein Handbuch überarbeiten. Dies sind positive Punkte.

Zuhause vermisse ich meine Freunde und den Kontakt zu meinem anderen Teil der Familie in Biel. Ich organisiere mich, indem ich versuche, trotz der Situation möglichst viel zu erledigen. Nun habe ich Zeit für Dinge, die vorher liegen geblieben sind. Zum Beispiel schreibe ich Zusammenfassungen, helfe im Haushalt mehr mit oder unterstütze meine Grosseltern.

Ich persönlich finde die ganze Situation sehr beängstigend und belastend. Es ist für uns alle eine neue Erfahrung. Weil ich jetzt von zu Hause aus Schule habe, ist meine Bildschirmzeit auf dem Handy und auf dem Computer massiv angestiegen. Deswegen versuche ich zwischendurch auch mal etwas anderes zu tun. Dies verschönert den monotonen Alltag immer ein bisschen.»