Speeddating zur Freiwilligenarbeit mit «benevol Bern»

Publiziert: 28.02.2017
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benevol Bern-Geschäftsleiterin Doris Widmer

Im Berner GenerationenHaus sind verschiedene Organisationen beheimatet, welche sich im sozialen Bereich engagieren. So auch die Freiwilligenorganisation benevol Bern. Ich habe mich mit der Geschäftsleiterin, Doris Widmer, getroffen und ihr einige Fragen gestellt.

Was hat dich dazu bewegt für eine Freiwilligenorganisation zu arbeiten?

Bereits vor meiner Tätigkeit bei benevol Bern habe ich in vielen Non-Profit-Organisationen mitgearbeitet. Ich wollte ein neues Arbeitsumfeld kennenlernen und neue Erfahrungen sammeln. Das breite Tätigkeitsfeld von benevol sprach mich da besonders an.

Weshalb ist Freiwilligenarbeit heute so wichtig?

Vieles würde ohne Freiwilligenarbeit nicht funktionieren. Die Bereiche Sport und Kultur sind sehr angewiesen auf helfende Freiwillige. Jede dritte Person schenkt ihre Zeit zur Mitarbeit bei Anlässen oder in Organisationen und Vereinen etc., wofür sie keinen Lohn erhält. Dieses freiwillige Engagement ist enorm wichtig!

Wer engagiert sich für eine Freiwilligenorganisation? Und was sind die Möglichkeiten?

50 Prozent unserer Freiwilligen sind zwischen 40 und 60 Jahre alt. Die Jüngsten sind 14, das ist das Mindestalter. Nach oben hingegen gibt es keine Altersgrenze. Wichtig sind insbesondere das Interesse an gemeinnütziger Arbeit und die Bereitschaft zu unterstützen.
Es kommt jeweils ganz auf das Interesse der Freiwilligen, deren persönliche Kompetenz und die Nachfragelage bei den konkreten Organisationen an. Die Einsatzbereiche sind sehr vielfältig: Umwelt, Natur, Soziales, Bildung, Gesundheit, Sport, Kultur und Kirche. Die Einsätze decken etwa die Betreuung von Kindern im Spital, die Begleitung von Sehbehinderten an ein Konzert oder die Mitarbeit an kulturellen Anlässen ab. Es gibt auch Personen, die ihr Hobby mit einem Freiwilligenengagement verbinden, beispielsweise beim Juniorenfussballtraining.

Gibt es genügend Menschen, die sich freiwillig engagieren?

Unser Bedarf an Freiwilligen ist nie ausgeschöpft. Es ist aber schon so, dass sich für kulturelle Anlässe einfacher Freiwillige finden lassen als für die Betreuung von Senioren oder Menschen mit einer Behinderung.

Am 16. März findet das benevol-Speeddating zum vierten Mal statt – um was geht es da?

Am benevol-Speeddating für Freiwillige stellen sich jeweils 10 Institutionen vor, die Freiwillige für Einsätze suchen. Deren Präsentationen finden jeweils um 13, 15 und 17 Uhr statt. Engagierte Personen führen mit Vertretern dieser Organisationen Kurzgespräche im Zehnminutentakt durch. Danach entscheiden beide Gesprächspartner, ob Sie mit dem Dating-Partner erneut in Kontakt treten möchten. Der Entscheid wird auf einem Match-Blatt vermerkt und benevol für die Auswertung zur Verfügung gestellt. Bei Übereinstimmung gibt Benevol die Kontaktdaten der Freiwilligen an die Organisation weiter. In der Folge wird die interessierte Person zu einem zweiten Treffen am Einsatzort eingeladen.

Welche Zukunftspläne hat Benevol?

Mein Wunsch ist es, dass sich im ganzen Kanton mindestens fünf benevol-Fachstellen etablieren könnten. Zurzeit sind wir nur in Bern und Biel präsent. Mehr zu Benevol Bern: http://www.benevol.ch/de/bern/benevol-bern.html

Website benevol Bern

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