Junge Bühne Bern: Theater kennt keine Grenzen

Publiziert: 26.04.2016

Die Junge Bühne Bern nutzte die Frühlingsferien, um interessierte Kinder für eine Projektwoche zusammenzutrommeln. Unter dem Motto «Theater kennt keine Grenzen» wurde ein Theaterstück erarbeitet und inszeniert. Mitgemacht haben Kinder aus Bern und Kinder, die mit ihren Familien in Durchgangszentren leben.

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1 / 15 Willkommen in Kalilula!
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2 / 15 Übeeinheit im Bogenschützensaal des Berner GenerationenHauses
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5 / 15 Während der Trainingswoche kam das Spielen nicht zu kurz.
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6 / 15 Vor Vorstellungsbeginn
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10 / 15 Familienangehörige an der Theatervorstellung
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11 / 15 Verkündung der Statuten von Kalilula
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12 / 15 Grosses Konzert
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13 / 15 Auch selbstgebaute Instrumente kamen zum Erklingen.
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14 / 15 Vor dem Finale
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15 / 15 Zum Abschluss luden die Kinder auch die Erwachsenen zum gemeinsamen Tanzen ein.

TEXT: LAURA MATO TORRES; BILDER: MARTIN GRASSSL

Eine bunte Truppe belebte und bevölkerte letzte Woche unser Haus. Es wurde fleissig geprobt, an den einzelnen Passagen gefeilt und das Equipment für die Schlussaufführung sogar selber gebastelt. Mit Hilfe der Leiterinnen und Leiter wurde aus alten Pfannen, Töpfen und Holz im Handumdrehen eine selbstgemachte Gitarre oder ein Schlagzeug gefertigt.

Spontan habe ich mich bei einer Probe dazugesellt, um einen Eindruck zu erhalten. Zu verschiedenen Liedern wurden rhythmische Bewegungsabläufe geübt, die Kinder lernten auf den Takt zu hören und ihre Bewegungen zu koordinieren. Die Gruppen bestanden je zur Hälfte aus deutsch- und fremdsprachigen Kindern. Kommuniziert wurde durch Bewegung, Takt und Ton – da spielte die Muttersprache auf einmal keine Rolle mehr. Die Kinder waren begeistert und folgten konzentriert den Anweisungen der Leitenden.

Am Freitagmittag wurde es - im Vergleich zu den anderen Mittagessen - noch etwas lauter im Korridor. Die Aufführung am Abend stand kurz bevor und die Kinder fühlten wohl zum ersten Mal, was Lampenfieber ist. Am Nachmittag war bereits ein Plakat an die Innenhof-Fassade gehängt worden, worauf die «Gesetze von Kalilula» zu lesen waren: Man konnte schon vorab erahnen, worum es im Theaterstück der Kinder gehen würde. Um Punkt 18 Uhr war es dann soweit. Die Eltern der Kinder warteten gespannt auf das Stück, welches im Verlauf der Woche entstanden ist. Es handelte von einer Welt, in welcher die Gesetze der Kinder gelten. «Jedes Kind muss in die Schule» lautet eines davon. Unterrichtet werden Fächer wie Fliegen, Ausruhen und Musik. Dies bewies die Truppe auch auf der Stelle. Die selbstgebastelten Instrumente kamen zum Einsatz und die kleinen Schauspielerinnen und Schauspieler verwandelten sich in ein Mini-Orchester. Der Innenhof präsentierte sich als perfekte Location für die Aufführung. Die verschiedenen Rasenflächen dienten als Bühnen, auf denen der Alltag in Kalilua spielte. «Das Leben ist zu kurz um eingesperrt zu sein, lasst uns alle zusammen feiern» lautete der letzte Satz des Theaterstückes. Danach wurde getanzt und das Publikum sogleich dazu eingeladen. Ein schöner und unvergesslicher Abschluss einer spannenden Woche.

Was hat den Kindern an der Projektwoche am Besten gefallen? «Zu lernen wie man rappt und beatboxt» sagt Sajuddan, «Ein Schlagzeug zu bauen» nach der Meinung von Maurizio und Florence meint ganz einfach: «Neue Freundinnen zu finden». Vielfältige Eindrücke, welche die Kinder nebst dem Schauspielern nach Hause nehmen durften.

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Laura Mato Torres, Projektteam BeGH

Möchtest Du auch mitmachen? Mehr Infos zur Jungen Bühne Bern findest Du hier.

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