Innovage – Auch im Alter «no öpis bewege»

Publiziert: 22.03.2017
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Wandern, lesen und Enkelkinder hüten – ja gerne, aber für Rentnerin Pia Neuhaus ist das nicht genug. Seit zwei Jahren engagiert sich die ehemalige Regionalstellenleiterin Burgdorf der Bewährungshilfe des Kantons Bern bei Innovage und unterstützt Projektleiterinnen und Projektleiter bei der Verwirklichung ihrer beruflichen Pläne.

Wer von einer professionellen  Beratung  sowie  von erfahrenen Unternehmern und ehemaligen Kaderleuten profitieren möchte, ist bei Innovage genau richtig. Die gemeinnützige Organisation bietet Know-How und Expertise in zahlreichen Bereichen und unterstützt Neuunternehmer oder etablierte Organisationen im Bereich von gemeinnützigen Projekten unentgeltlich. Das Besondere daran: Alle Innovage-Beraterinnen und Berater stehen entweder kurz vor oder im Pensionsalter.

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Einmal im Monat trifft sich das Innovage-Netzwerk an seinem Sitz im Berner GenerationenHaus und bespricht die neu eingereichten Projekte. Pia Neuhaus ist seit zwei Jahren Innovage-Beraterin und erklärt: «Die eingereichten Projekte sind so vielseitig, wie die Menschen, die für Innovage arbeiten und die Lösungen, die wir gemeinsam finden.»

Zuerst werden die neu eingereichten Projekte vorgestellt und der Stand der laufenden Projekte präsentiert. Kritische Fragen und Anregungen aus dem Plenum beleben den Diskurs und verbessern die Projekte fortlaufend. Entscheidet sich das Netzwerk dafür ein Projekt zu unterstützen, lädt es dessen Initianten zum Gespräch ein. Die Innovage-Berater prüfen dabei, ob die Ziele des Projekts gemeinnützig und nachhaltig sind. Zudem bringen sie in Erfahrung, ob die Verantwortlichen genügend Ressourcen für die Verwirklichung haben. Weiter klären sie ab, in welchen Bereichen «Innovage-Wissen» dem Projekt zum Durchbruch verhelfen kann. Die Unterstützung erfolgt zum Beispiel durch punktuelle juristische Beratung, das Einholen von Bewilligungen oder die Vermittlung von Kontakten.

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«Als Freiwillige  arbeiten wir nicht selber aktiv im Projekt mit», sagt Neuhaus. «Vielmehr übernimmt man die Aufgabe einer externen Beraterin und verbleibt in der Aussenperspektive».

In ihrem aktuellen Projekt, engagiert sich Pia Neuhaus mit zwei anderen Innovage-Beratern als Projektbegleiterin und hilft in der Organisationsentwicklung mit. Da das Projekt noch in den Kinderschuhen steckt, müssen viele Fragen gestellt, geordnet und beantwortet werden. Neuhaus sorgt mit ihrer langjährigen Erfahrung im sozialen Bereich dafür, dass beispielsweise alle Verträge ihre Richtigkeit haben und nichts vergessen geht.

Ziel des Projekts ist es, für das Ayurvedische Restaurant im Haus der Religionen in der Region Bern Gemüse in Bioqualität anzubauen. Neben dem Nachhaltigkeits-Gedanken verfolgt das Projekt auch einen integrativen Zweck. So lernen zwei Migrantinnen vom Biobauer, wie man ein Gemüsebeet pflegt. Später erledigen sie den ganzen Prozess vom Sähen bis zur Lieferung ins Restaurant selbstständig. Wenn alles klappt, startet in diesem Jahr bereits der Anbau von Blumen und Kräutern fürs Restaurant. Da Pia Neuhaus begeistert ist vom Haus der Religionen, unterstützt sie das Projekt sehr gerne. Ihr Engagement beträgt ungefähr zehn Stunden pro Monat. Das Pensum variiere je nach Projekt sehr stark. Für Pia Neuhaus bietet Innovage die Möglichkeit spannende Menschen kennen zu lernen und auch im Alter «no öpis z bewege.»

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Ein Beitrag von Meret Radi, Praktikantin Kommunikation.

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