Bern für Fortgeschrittene – Der etwas andere Stadtführer

Publiziert: 29.09.2016
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Martina Zürcher testet den etwas anderen Stadtführer

Wir lieben diese Stadt, auch wenn wir uns gerne über das zu kleine, langweilige, träge Bern beklagen. Aber ist es tatsächlich so öde in einem wunderschönen Modelleisenbahndorf zu wohnen? Könnte es auch daran liegen, dass du die Stadt besser zu kennen glaubst, als du es tust? Martina Zürcher (27) hat die App an der Station im Berner GenerationenHaus ausprobiert und uns ihre Meinung dazu gesagt.

Bern mag klein und durchaus verschlafen sein, langweilig aber keineswegs. Es gibt bestimmt vieles was Du noch nicht über die Stadt mit den über 100 Brunnen wusstest und einiges, was du noch nie gesehen hast. Mit der Burger App BÄRN ISCH ESO kann man die Stadt mal nicht nur mit anderen Augen sehen, sondern auch erleben. Beispielsweise durch die Brille von Schriftstellern, Komikern und Musikern oder sie auf den Fussstapfen von bekannten Berner Gesichtern erkunden. Beispielsweise kann man auf der Jugend-Tour mit Simon Jäggi, etwas über die Dampfzentrale, Reitschule, den Gaskessel und Progr erfahren. Welche Orte waren früher angesagt und was ist aus ihnen geworden? Wie stand es damals um die Ausgangskultur und Freiräume? Früher war eh immer alles besser, oder?

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Martina hat sich durchgeklickt und findet: «Es ist cool zu sehen, dass gewisse Orte, an denen wir heute noch Party machen, genau gleich geblieben sind – schon vor uns gefeiert wurde und auch nach uns getanzt wird. Spannend ist es auch, die Vorgeschichte oder den Ursprung eines Clubs oder einer kulturellen Institution zu erfahren. Nämlich, dass die Dampfzentrale lange niemanden interessierte, bis sie dann von jungen Menschen besetzt wurde - Züri West hat sogar über die historische Nacht ein Lied geschrieben. Besetzt wurde 1985 auch das Gaswerkareal von den Gründern der Zelt- und Wagenstadt Zaffaraya, die es bis heute noch gibt. Interessant ist auch, dass der Gaskessel nie mit Gas, sondern mit Wasser gefüllt war – bevor er zum «Chessu» um genutzt wurde.»

Apropos früher, als alles noch etwas anders ausgesehen hat. Auf der Lieblingstour Gestern/Heute nimmt uns die Burgergemeinde Bern mit, auf eine virtuelle Reise in die Vergangenheit. Wir erhalten so den direkten Vergleich zwischen dem alten Bern um 1895 und der Stadt wie sie heute aussieht. «Wenn ich heute durch die Stadt laufe, schaue ich mich öfters um und sehe vor mir die alten Bilder, Fotografien und Zeichnungen aus dem Online-Archivkatalog der Burgerbibliothek. Ich will mich das nächste Mal auch achten, ob ich in der Matte das Einschussloch vom Kanonier, das anscheinend dereinst bei einem Tumult entstand und lustigerweise bis heute noch nachgebildet wird, sehen würde. Ich hätte es nicht gedacht aber es ist echt interessant aber auch etwas ernüchternd – früher hat irgendwie alles etwas schöner ausgesehen – schade um das Münzgässli, das war ja echt härzig!» erzählt Martina lächelnd.

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Information, Erzählungen und Witz verpackt in kurze Texte, Hörspiele und Videos – die App ist elegant gelöst. Martina findet es toll, gibt es so viele verschiedene Touren. «Da ist für jeden etwas dabei: für Hündeler die Hundetour, für Hobby-Gärtner die Botanik-Tour und für Berner die Velo-Tour. Die App ist wirklich ein cooler Stadtführer. Wenn meine Freunde aus Guayana mich besuchen kommen, werde ich so eine Tour machen – sie sehen dann so das ‹echte Bern› und ich habe dabei noch Spass, weil‘s nicht immer die klassische Sightseeing-Tour ist. Auch als Zeitvertreib, anstatt 20Minuten lesen im Bus, finde ich es eine super App.»

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BÄRN ISCH ESO App Stationen findest Du an verschiedenen Standorten in Bern und kannst sie kostenlos ausprobieren. Ebenfalls ist sie auf www.baernischeso.ch frei verfügbar und die App kann im Store gratis runtergeladen werden. Also, anschauen und Bern mit anderen Augen sehen, aber auch neu entdecken

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Ein Beitrag von Nanuschka Boleki, Kommunikation

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